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Polizeisportbeauftragter Niedersachsen

Im Bundesland Niedersachsen gab es zum 18. Januar 2012 einen Wechsel im Amt des Polizeisportbeauftragten.
Das Amt des langjährigen Polizeisportbeauftragten und neuen Vizepräsidenten der Zentralen Polizeidirektion, Herrn Rolf Bahder, wurde an Herrn Polizeidirektor Jörg Müller übergeben.
Zur Person
Jörg Müller
geboren am 13.September 1965 in Göttingen
Vater von zwei Töchtern im Alter von 15 und 19 Jahren
wohnhaft im Landkreis Gifhorn
Beruflicher Werdegang
1984 nach Abitur Eintritt in den mittleren Dienst der Polizei des Landes Niedersachsen
1987 bis 1990 Landesbereitschaftspolizei
versch. Verwendung in der Einsatz- und Stabshundertschaft (u.a. im Festnahme- und
Aufklärungszug)
1990 bis 1993 Studium für den gehobenen Dienst der Polizei des Landes Niedersachsen
1993 bis 1994 Landesbereitschaftspolizei - Direktion
Zentrale Sportausbildung (Fachwart für Schwimmen und Retten in der Polizei des Landes
Niedersachsen)
1994 bis 1998 Polizeidirektion Hannover
versch. Verwendungen im Einsatz- und Streifendienst, in der Pressestelle sowie im
Zentralen Kriminaldienst
Verwendung in der Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt
1998 bis 2000 Studium für den höheren Polizeivollzugsdienst an der Polizei-Führungsakademie in
Münster-Hiltrup
2000 bis 2001 Polizeidirektion Hannover
Leiter des Dezernats Öffentlichkeitsarbeit (u.a. während der EXPO 2000)
2001 bis 2010 Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport
Verkehrs- und Einsatzreferent, zgl. stv. Referatsleiter Einsatz / Verkehr;
Mitglied und Leitungsfunktionen in vers. Arbeits- und Projektgruppen zu den Themenfeldern
„Verkehr“ und „Einsatz“ auf nationaler und internationaler Ebene
2010 bis 2012 Zentrale Polizeidirektion
Dezernatsleiter 21, zgl. stv. Abteilungsleiter 2 (Bereitschaftspolizei);im Rahmen von
BAO-Aufgabe Abteilungsführer der Bereitschaftspolizei Niedersachsen
Sportliche Erfolge und Tätigkeiten im Schwimmsport (außerhalb der Polizei)
- Mitglied der Mannschaften der Wasserfreunde Northeim, SGS Hannover sowie des SV Nienhagen in der 1. und 2. Bundesliga
- dritte Plätze bei den Deutschen Staffelmeisterschaften 1984 mit den Wasserfreunden Northeim
- zwei Deutsche Rekorde in den Jahren 1987 und 1991 mit der SGS Hannover (10 x 100 m Brust und 10 x 100 m Rücken der Männer)
- Schwimmtrainertätigkeit in den Vereinen Wassersportvereinigung Göttingen, TSV Burgdorf und SV Nienhagen
Sportliche Erfolge und Tätigkeiten im Schwimmsport (innerhalb der Polizei)
- fünffacher Europäischer Polizeimeister in den Jahren 1986, 1990 und 1997
- fünffacher Deutscher Polizei- und 8-facher Polizeivizemeister
- Teilnahme an den Länderkämpfen der deutschen Polizeiauswahl
- (Schwerpunktstrecken: 200 m Lagen, 100 m Schmetterling und 100 m Rücken)
- Landestrainer im Schwimmen und Retten der Polizei Niedersachsen in der Zeit von 2001 bis 2012
Herr PD Jörg Müller beschreibt seine Zielsetzungen als Polizeisportbeauftragter des Landes Niedersachsen und als Mitglied des Deutschen Polizeisportkuratoriums wie folgt:
„Meine Hauptaufgabe als Polizeisportbeauftragter des Landes Niedersachsen sehe ich vor allen Dingen darin, die im zurückliegenden Jahr erarbeiteten Grundpositionen des DPSK zum Sport in der Polizei, die vom AK II sowie von der IMK verabschiedet wurden, nicht nur nach außen zu vertreten, sondern diese Grundpositionen im Innenverhältnis der Polizei des Landes Niedersachsen – und nur für die kann ich sprechen – auch konkret auszugestalten.
Es kommt nach meiner festen Überzeugung nicht nur auf die bloße Anerkennung und die Positionierung zu Gesundheits- und Präventionssport auf der einen und zu Breiten-, Wettkampf- und Spitzensport auf der anderen Seite an. Das ist ohne Frage die unabdingbare Grundvoraussetzung zum Bekenntnis, dass Sport und damit die Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit innerhalb des Polizeiberufs eine Schlüsselqualifikation einnimmt.
Es geht vielmehr darum, wie die verschiedenen Möglichkeiten, sich fit zu halten, in den Berufs- und Lebensalltag eingebaut werden. Denn fest steht: immer mehr Aufgaben müssen mit zunehmend weniger Personal in immer kürzeren Zeitabständen unter Beibehaltung, meist aber Steigerung der Qualität bewältigt werden.
Sport muss von daher in einer Organisation gelebt, insbesondere aber von Führungskräften vorgelebt werden.“
Zum Dienstsport sowie zum Sport im Allgemeinen hat Herr PD Jörg Müller folgenden Standpunkt, folgende Meinung:
„Aufgrund der Ausübung des absoluten Leistungssports in früheren Jahren stehe ich dem Dienstsport sowie dem Sport im Allgemeinen überaus positiv gegenüber. Das drückt sich auch heute noch darin aus, dass ich versuche, so oft es geht durch Laufen nicht nur einen Ausgleich zum Berufsalltag zu finden, sondern auch meine körperliche Fitness auf einem hohen Niveau zu erhalten.
Als Vorgesetzter habe ich mich immer auch für diejenigen eingesetzt, die sich im Wettkampf- und Spitzensport engagiert haben. Dies insbesondere mit der Zielrichtung, „andere mit ins Sportboot“ zu holen und aufzuzeigen, dass mehr Chancen als denn Risiken in einer sportlichen Betätigung liegen.
Ich stelle allerdings nicht nur bei mir fest, das es immer weniger gelingt, „Zeit“ für sportliche Aktivitäten zu finden. Oft erwischt man sich und andere bei Ausflüchten jeglicher Art. Da gilt es gegen zu halten. Das erfordert langen Atem – aber der ist bei sportlicher Betätigung ohnehin Pflicht.“
Sonstiges Erwähnenswertes (Zitat):
„Wenn die Arbeit im Ministerium für Inneres und Sport getan ist, ich Zeit für den Sport und auch die Familie bekommen habe, dann bin auch ich jemand, der sich auf die faule Haut legen und das „Ist“ genießen kann. Aber das ist wahrlich sehr selten der Fall.“








