Sport in der Polizei

33. Deutsche Polizeimeisterschaft der Leichtathletik 2011 in Hannover

POR Jörn Durst - Fachwart Leichtathletik im DPSK

 

dpm la008Kurzfristig hat das Bundesland Niedersachsen die Ausrichtung der 33. Deutschen Polizeimeisterschaften übernommen und somit eine erstmalige Verschiebung der Meisterschaften noch abgewendet.Mit den sportlichen und logistischen Voraussetzungen der Stadt Hannover und dem persönlichen Ehrgeiz und Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Polizeidirektion sowie der Begeisterung ihres Präsidenten,

Herrn Dr. Christian Grahl, konnten diese Meisterschaften in einem würdigen und sportlich professionellen Rahmen durchgeführt werden. Vorweggenommen gab es ausschließlich positive Resonanz der Sportlerinnen, Sportler und Funktionäre für die Durchführung dieser Meisterschaften.

 

Insgesamt beteiligten sich 15 Bundesländer und die Bundespolizei mit 300 Aktiven und Betreuern an der Meisterschaft. Das Bundesland Brandenburg musste Ihr gemeldetes kleines Team aus unbekannten Gründen leider zurückziehen.

 

Im Mittelpunkt der Meisterschaften standen natürlich die sportlichen Wettkämpfe. Auffällig war, dass sich die Meistertitel und Medaillen auf Athleten aus fast allen teilnehmenden Bundesländern verteilten. Bei genauerem Hinsehen waren es auch nicht nur geförderte Spitzensportler, sondern Kolleginnen und Kollegen, die mit viel persönlichem Engagement ein äußerst beachtliches Leistungsniveau erzielten und im Wettkampf abrufen konnten. Wieder ein Beleg für die Bedeutung des Wettkampfsports in der Polizei, ohne den sich möglicherweise nicht so viele Polizeibeamtinnen und -beamte für zusätzliche Trainingseinheiten motivieren könnten.

 

Nach der gut organisierten Eröffnungszeremonie mit kurzen und treffenden Worten des 1. Bürgermeisters der Stadt Hannover, Herrn Bernd Strauch, des Delegierten des DPSK, Direktor der Polizei Herrn Rolf Bahder, und des Niedersächsischen Ministers für Inneres und Sport, Herrn Uwe Schünemann, der gleichzeitig die Veranstaltung eröffnete, startete der 1. Wettkampftag mit der ersten Disziplin der Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer im Siebenkampf und internationalen Fünfkampf. 

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Der straffe Zeitplan hielt für den ersten Tag bereits einige Finals bereit, die eine Menge Spannung verhießen. Die wertvollste Leistung an diesem Nachmittag erzielte Gordon Wolf von der Bundespolizei, der mit seiner Tagesbestweite von 57,27 m das Diskuswerfen für sich entschied und damit am Ende der Meisterschaft für die beste männliche Meisterschaftsleistung beglückwünscht werden konnte. Ebenso beeindruckend war der 10000 Meter Sieg des 23-jährigen Bayerischen Lauftalents Manuel Stöckert, der bei äußerst warmen Temperaturen mit hervorragenden 30:48,95 min den Deutschen Polizeimeister im Marathon Marcel Bräutigam aus Thüringen deutlich auf den Silberrang verwies. Der 22-jährige Christian Rasp sicherte der Bayerischen Mannschaft über 100 Meter mit wertvollen 10,74 Sekunden einen weiteren Titel und war auch am zweiten Tag über 200 m nicht zu schlagen.

 

Insgesamt zeigte sich in den ersten Wettkämpfen, dass die stattgefundene Verjüngung im Bayerischen Team von Erfolg gekrönt war, denn auch bei den spannenden Duellen über 4x100m der Männer krönten sie Ihre Leistungen mit der Goldmedaille. In der Sprintstaffel der Frauen setzten sich die Gastgeberinnen aus Niedersachsen hauchdünn vor Sachsen und Baden-Württemberg durch.

 

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Zu Beginn des zweiten Tages erkämpfte sich Andrea Bunjes aus Hessen im Hammerwurf mit ihrer Weite 62,76m den Titel vor ihrer Mannschaftskameradin Mareike Mannen und Daniela Manz aus Nordrhein-Westfalen. Hiefür erhielt sie am Abend den Ehrenpreis für die beste weibliche Meisterschaftsleistung. Selbst völlig überrascht zeigte sich der Hochsprungweltmeister von 2001, Martin Buß aus Berlin, der ohne jegliche Vorbereitung mit seiner Höhe von 2,02 m und dem Titel des Deutschen Polizeimeisters sehr zufrieden schien. Wie bereits in den Jahren zuvor konnte Manuel Nau aus Berlin seinen Titel im Speerwerfen mit guten 74,37 m erfolgreich verteidigen und damit seinen Trainer, Mannschaftsführer und ehemals selbst erfolgreichen Speerwerfer, Stefan Schwinge, überzeugen. Der angekündigte Zweikampf mit dem Nordrhein-Westfalen Tim Werner scheiterte leider an einer Verletzung, die sich der am Ende Zweitplatzierte beim Einwerfen zuzog. Am Ende des zweiten Tages bildeten die Staffeln über 3x800m bei den Frauen und 3x1000m bei den Männern sowie die Schwedenstaffeln den goldenen Abschluss der Meisterschaften.

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In diesen bekanntermaßen stimmungsvollsten Wettbewerben zeigten sich nochmals das ganze Flair und der hohe Stellenwert von Deutschen Polizeimeisterschaften bei den Aktiven und Betreuern in den Ländern.
Die Mittelstreckenstaffel der Frauen war eine deutliche Angelegenheit für die Bundespolizei, die mit der Deutschen Meisterin im DLV Jana Hartmann, der Deutschen Rekordhalterin über 3000 m Hindernis Antje Möldner und der mehrfachen Deutschen Polizeimeisterin über die langen Distanzen Melanie Schulz einem ungefährdeten Sieg nach Hause lief. Ebenso deutlich sicherte sich die Staffel der Gastgeberinnen Silber vor den Hessischen Frauen. dpm la007Über die 3x1000m der Männer übernahm die Bayerische Staffel mit dem ersten Läufer die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Ein starker Schlussläufer sicherte Baden-Württemberg die Silbermedaille und verwies die Titelverteidiger aus Thüringen auf den Bronzeplatz. In der Schwedenstaffel (100m, 200m, 300m, 400m) waren die Frauen der Bundespolizei erneut nicht zu schlagen. Dahinter erkämpften sich Baden-Württemberg und Hessen Silber bzw. Bronze. Bei den Männern verteidigte Hessen seinen Titel erfolgreich und verwies die starken Teams aus Nordrhein-Westfalen und Bayern auf die Plätze.


Mit einem gelungenen Abschlussabend im „Hangar No. 5“ der Stadt Hannover fand die 33. Deutsche Polizeimeisterschaft bei bester Stimmung der Sportlerinnen, Sportler, Organisatoren und Unterstützer ihren würdigen Abschluss.
 

Das Deutsche Polizeisportkuratorium dankt dem Bundesland Niedersachsen und seinem Sportbeauftragten, Direktor der Polizei Herrn Rolf Bahder, der Zentralen Polizeidirektion Hannover mit seinem Präsidenten Herrn Dr. Christian Grahl und seinen Mitarbeitern sowie Machern dieser Meisterschaften für die hervorragende Organisation und Durchführung.
 
Zum Abschluss danke ich allen Sportlerinnen und Sportlern für ihren hoch motivierten Einsatz und die sportlich fairen, tollen Wettkämpfe. 

 

Medaillenspiegel

 

Bundesland Gold Silber Bronze
Bundespolizei 9 3 3
Bayern 6 2 3
Hessen 3 6 4
Nordrhein-Westfalen 3 4 5
Baden-Württemberg 3 4 2

Sachsen

3 3 4
Sachsen-Anhalt 3 2 3
Niedersachsen 2 4 3
Berlin 2 1 1
Thüringen 1 2 2
Rheinland-Pfalz 1   2
Saarland 1    
Mecklenburg-Vorpommern   3 4
Schleswig-Holstein   2 1
Bremen   1  
Hamburg      

 

Ergebnisse DPM Leichtathletik 2011