Sport in der Polizei

EPM in der Leichtathletik 2010

15. Europäische Polizeimeisterschaften der Leichtathletik in Donezk/Ukraine

Jörn Durst Fachwart Leichathletik im DPSK

Vorschau

Vier Jahre sind wie im Flug vorbei gezogen und nach Prag 2006 streiten die besten Polizisten in Donezk um den Titel „European Police Champion".

Frühzeitig haben sich die ukrainischen Kollegen als Ausrichter dieser Titelkämpfe bereit erklärt und mit dem Zeitraum vom 22. - 25. September einen Termin festgelegt, der am Ende der Leichtathletiksaison liegt. Nach einem ereignisreichen Wettkampfjahr und seinem Höhepunkt vor wenigen Tagen mit der Europameisterschaft in Barcelona ist nunmehr auch das Qualifikationsverfahren für die Deutsche Mannschaft abgeschlossen und die endgültige Nominierung steht fest.

Nach der Ausschreibung des Veranstalters finden 21 Disziplinen ausgetragen. Erfreulich ist, dass mit dem 7-Kampf der Frauen und dem 10-Kampf der Männer erstmals die Königsdisziplinen stattfinden werden. Wie so häufig hat die Medaille auch eine Kehrseite, da besonders bei den Frauen mit Hammerwerfen, Diskus und Kugel Wettbewerbe fehlen, in denen wir in Prag noch die Titelträger stellten. Außerdem müssen wir aus Verletzungsgründen auch auf Jens Werrmann (Bundespolizei) für die 110m Hürden, Stefan Eberhardt (Thüringen) als Titelverteidiger über 1500m, Normen Müller und Sandra Schaffarzik (beide Bundespolizei) für den Zehnkampf und das Speerwerfen verzichten.

Mit 28 Sportlern haben wir die maximale Anzahl von Athleten trotzdem ausschöpfen können und mit Jennifer Oeser (Bundespolizei) und Ariane Friedrich (Hessen) stehen zwei Medaillengewinnerinnern aus Barcelona an der Spitze unseres Aufgebotes.

Nachfolgende Sportler wurden für die Mannschaft nominiert:

Bundespolizei

Keller, Martin 100m, 200m, Staffel

Ernst, Sebastian 100m, 200m, 4x100m, Staffel

Krüger, Eric 400m, Staffel

Jakubczyk, Luca Weitsprung, Staffel

Haverney, Matthias Hochsprung

Storl, David Kugelstoßen

Wierig, Martin Diskuswerfen

Wolf, Gordon Diskuswerfen

Elbe, Anne-Katrin 100m, 100m Hürden, Staffel

Sutschet, Julia 100m, 200m, Staffel

Lindenberg, Janine 400m, Staffel

Hartmann, Jana 800m, Staffel

Schulz, Melanie 10000m

Oeser, Jennifer 100m Hürden, Weitsprung

Schwerdtner, Maren Siebenkampf

Thüringen

Schwarz, Rico 3000m, 5000m

Müller, Wolfram 10000m

Biele, Christian 3000m Hindernis

Pohle, Andreas Dreisprung

Hessen

Ruch, Tilo 400m, 4x100m, Schwedenstaffel

Günther, Martin Hochsprung

Friedrich, Ariane Hochsprung

Nordrhein-Westfalen

Schembera, Robin 800m

Camara, Alyn Weitsprung

Berlin

Nau, Manuel Speerwerfen

Sachsen

Hamann, Lars Speerwerfen

Baden-Württemberg

Spinner, Patrick Zehnkampf

Niedersachsen

Ludolph, Sören 800m

Abschlusslehrgang

Vom 15. - 20.09. wird sich die Mannschaft am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring zusammenfinden und die letzten Vorbereitungen auf die Meisterschaften treffen. Mit Jörg Müller (Baden-Württemberg) im Laufbereich, Heiko Heß (Hessen) für die Sprint-, Sprung und Staffeldisziplinen und Wolfgang Kurth (Bundespolizei, Leistungssportprojekt Cottbus) im Wurfbereich sowie dem Physio Andres Schneller (Baden-Württemberg) stehen dem Team erfahrene Trainer und Betreuer zur Seite, die gemeinsam mit den Mitarbeitern des Bayerischen Polizeisportkuratoriums eine optimale Vorbereitung garantieren. Wir finden in Ainring und dem Umfeld optimale Rahmenbedingungen.

An dieser Stelle gilt mein herzlicher Dank an alle Kollegen, die uns bei der Planung und Durchführung von Lehrgang und Meisterschaft unterstützen.

Meisterschaft

Vom Flughafen in München startet die gesamte Delegation am mit dem Flug LH 3284 gg. 11:25 Uhr nach Donezk. Nach einem Tag der Aklimatisierung und sonstiger organisatorischer Vorbereitungen streiten die Sportler am 23. und 24.09. im „Sergei Bubka Stadion" um die Platzierungen.

Insgesamt 24 Medaillen (11xGold, 8xSilber und 5 x Bronze) waren die Ausbeute von Prag 2006. Dieses herausragende Ergebnis erneut zu erreichen, wird wohl äußerst schwierig sein, zumal inzwischen auch die Polizeien anderer europäischer Länder und insbesondere unserer osteuropäischer Kollegen den Weg der „dualen Förderung" - Konzept zur Förderung von jungen Talenten bei gleichzeitiger beruflicher Perspektive - eingeschlagen haben. Mit den Sportlern aus der Ukraine und Russland wird es einen intensiven sportlichen Wettstreit um den Gewinn der Länderwertung geben.

Die Leichtathletik besteht zwar überwiegend aus Individualsportlern, aber vor dem Hintergrund des internationalen polizeilichen Vergleiches stehen für uns, vergleichbar mit der Team-EM in der Leichtathletik, das Auftreten und der Erfolg der gesamten Mannschaft im Vordergrund.

Ich bin überzeugt, dass unser Team in der Lage sein wird, ein hervorragendes Ergebnis zu erkämpfen und die Mannschaft wird geschlossen jeden einzelnen im Wettkampf unterstützen.

Begleitet vom stellv. Vorsitzenden des DPSK, Herrn LPD Johann Peter Holzner (Bayern) und dem Geschäftsführer des DPSK, Herrn Dirk Weninger, werden wir alles daran setzen, die Deutsche Polizei im europäischen Ausland erfolgreich zu präsentieren.

Den Athleten wünsche ich bis zu unserem Höhepunkt beste Gesundheit und Vorfreude.

Abschließend danke ich allen Fachwarten der Länder, die mich mit Informationen zu Ihren Sportlern versorgt haben und somit das Nominierungsverfahren unterstützten.

Alle Vorbereitungen sind getroffen, auf Wiedersehen in Ainring.

Jörn Durst

Fachwart Leichtathletik im DPSK