Sport in der Polizei

Erfolgreiche Polizeisportler bei der Leichtathletik-WM in Daegu 2011

Insgesamt 10 Sportlerinnen und Sportler aus dem dualen Fördersystem der Spitzensportförderung in der Polizei des Bundes und der Länder konnten sich für das Deutsche Team zur Leichtathletikweltmeisterschaft in Daegu/Südkorea qualifizieren.

Mit David Storl (Kugelstoßen), Jennifer Oeser (Siebenkampf), Nadine Müller (Diskuswerfen), Betty Heidler (Hammerwerfen), Eric Krüger (4x400 m), Martin Wierig (Diskuswerfen), Janine Lindenberg (4x400 m), Sabine Krantz (Gehen) und Sebastian Ernst (200 m, 4x100 m) stellte die Bundespolizei, neben Kathrin Klaas (Hammerwerfen) von der Hessischen Landespolizei, den größten Teil der Athletinnen und Athleten.

Der jüngste im Bunde hat wohl alle Leichtathletikexperten und besonders seine Kontrahenten überrascht. Der 21-jährige David Storl überzeugte im Finale des Kugelstoßwettbewerbes mit der persönlichen Bestweite von 21,78 m und holte sich somit als jüngster Weltmeister aller Zeiten die Goldmedaille. Überragend war hierbei auch seine Nervenstärke. Mit dem letzten Versuch konterte er den Zweitplatzierten Kanadier Dylon Armstrong, der ihn kurz zuvor mit 21,64 m enorm unter Druck gesetzt hatte.

Nadine Müller konnte im Diskuswerfen ihr Negativerlebnis der letzten Europameisterschaften von Barcelona vergessen machen. Mit gewonnener Sicherheit und einer beeindruckenden Konstanz gewann sie mit 65,97 m die Silbermedaille und musste sich nur der Chinesin LI Yanfeng mit 66,52 m knapp geschlagen geben.

Die Vizeweltmeisterin von Berlin 2009 im Siebenkampf Jennifer Oeser wollte auch in Daegu wieder um die Medaillen kämpfen. Dieser Wunsch war aufgrund ihrer Vorleistungen dieses Jahres durchaus realistisch. Nach dem ersten Tag sah es allerdings nicht so aus, als könnte Jennifer sich ihren Traum erfüllen. Wer die 27-jährige Bundespolizistin kennt, der weiß, dass sie einen enormen Kampfgeist besitzt. Mit zwei herausragenden Bestleistungen in den beiden letzten Disziplinen Speerwerfen und 800 m erkämpfte sie sich doch noch WM-Bronze.

"Nicht Sekt sondern Selters" beschreibt den Gemütszustand von unserer Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler. Mit ihrem diesjährigen Weltrekordwurf von 79,41 m war sie die Favoritin im Hammerwurfwettbewerb. Im Finale versagten Betty die Nerven und mit 76,06 m musste sie sich der Russin Tatjana Lysenko um knapp einen Meter geschlagen geben. "Ich bin zu 99 Prozent enttäuscht. Bis ich mich über diese Medaille freuen kann, das wird dauern" ließ die 27-jährige im Interview verlautbaren, nachdem sie im Training den Hammer mehrfach über die 80-Meter Marke geworfen hatte. (WM-Silber)

Mit Kathrin Klaas erreichte auch die zweite Deutsche Hammerwerferin das Finale, war jedoch wie auch ihre Mannschaftskameradin mit ihrer Leistung von 71,89 m und dem 7. Platz nicht zufrieden.

Das Deutsche Polizeisportkuratorium beglückwünscht alle Medaillengewinner.