Der Bundespolizist hat sich nun endgültig in die Geschichtsbücher des Bobsports eingetragen. Der Sachse gewann am Sonntag bei der WM auf seiner Hausbahn in Altenberg auch das extrem enge Vierer-Rennen.








Bei einem deutschen Dreifachsieg belegten die Piloten Johannes Lochner und Nico Walther, ebenfalls ein Beamter der Bundespolizei, die Plätze zwei und drei.
"Das ist Wahnsinn, mit so einem Herzschlagfinale. Wir haben das gerade so über die Klinge gebracht", sagte Friedrich in der "ARD": "Es war schon sehr schwierig bei den Bedingungen. Am Ende stand die 1, das zählt."
Durch seinen insgesamt neunten Triumph schloss Friedrich zum bisher alleinigen Rekord-Weltmeister Eugenio Monti aus Italien auf, der seine neun WM-Erfolge in den 1950er und 1960er Jahre feierte.



Traurig dürften jedoch die Fans von Nico Walther sein, der seinen Rücktritt nach dem Gewinn der Bronzemedaille bekannt gab.
"Das war eine spezielle WM, nämlich meine letzte", sagte der 29-jährige zweimalige Vize-Weltmeister und Silbermedaillengewinner im Vierer bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang nach der Siegerehrung.
Vor dem Saisonstart war er mit seinem Bob beim Training in Altenberg schwer gestürzt und hatte sich den Halswirbel angebrochen.
"Mein Arzt hat mir gesagt, dass ich kurz vor der Querschnittslähmung stehe" sagte Walther zu seinen Beweggründen, "ich bin nicht mehr bereit, auf die letzte Hundertstel zu gehen. Es gibt wichtigeres als Sport."