Vom 20.10.2018 bis 03.11.2018 fanden die Tennisweltmeisterschaften der Altersklassen 35, 40 und 45 in Miami/USA statt. Bei den Herren 40 wurde Marc Leimbach, Polizeibeamter aus Hessen und amtierender Polizeieuropameister im Doppel, vom Deutschen Tennisbund in das vierköpfige Team als Nummer 1 nominiert.


Es traten 20 Nationen bei dieser WM an. Deutschland war an Position 3 gesetzt. Zunächst spielten die Nationen in 6 Gruppen (2*4er und 4*3er-Gruppen) jeweils jeder gegen jeden. In die Gruppe der Deutschen wurde Estland und Canada gelost. Die Gruppenersten kommen in die nächste Runde. Es werden bei jeder Partie 2 Einzel und 1 Doppel gespielt. Hier konnte sich Team Deutschland jeweils souverän mit 3:0 durchsetzen. Im Viertelfinale wartete mit den USA der Gastgeber auf Deutschland. Nach zwei ungefährdeten Einzelsiegen stand der Einzug ins Halbfinale bereits vor dem Doppel fest. Dieses wurde nach zwei vergebenen Matchbällen noch im Champions-Tiebreak verloren, was aber lediglich einen kleinen Schönheitsfehler bedeutete. Im Halbfinale kam es dann zum Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Weltmeister Frankreich. Nachdem das erste Einzel verloren wurde, war Marc gezwungen, das zweite Einzel zu gewinnen, um im anstehenden Doppel einen möglichen Finaleinzug perfekt zu machen. Nach sehr gutem Start konnte Marc den ersten Satz mit 6:3 gewinnen. Im zweiten Satz wurde der Franzose stärker und entschied diesen mit 6:4 für sich. Es war ein Spiel auf Augenhöhe und nach knapp 3 Stunden Spielzeit ging der 3. Satz leider mit 5:7 verloren. Damit blieb dem Deutschen Team lediglich das Spiel um Platz 3 gegen Holland. In diesem war den Deutschen die Anstrengungen aus dem Halbfinale anzumerken, sodass nach hart umkämpften Spielen „nur“ der 4. Platz heraussprang. Damit verfehlte Marc knapp die erhoffte Medaille im Team-Wettbewerb.

Zwei Tage später begann dann die Einzel-/Doppel-Weltmeisterschaft. Marc trat bei diesem Turnier in drei Konkurrenzen an (Einzel AK 40 / Doppel AK 40 / Mixed AK 35). Im Einzel war Marc an 6 gesetzt. Nach 4 gewonnenen Runden hatte er mit dem Einzug ins Halbfinale die Bronze-Medaille sicher. In diesem traf er auf den an 1 gesetzten und mehrfachen Weltmeister Roberto Menendez aus Spanien. An diesem Tag war der Spanier zu stark und Marc verlor 1:6, 4:6.

Im Doppel war Marc mit seinem Partner Andrew Lux (Wuppertal) an 1 gesetzt. Die beiden zogen souverän ins Finale ein. Dort musste Marc dem „Mammut-Programm“ (teilweise 3 Spiele am Tag) etwas Tribut zollen. Somit hatte es am Ende „nur“ zur Silbermedaille gereicht.

Im Mixed sollte es dann aber noch mit der erhofften Goldmedaille klappen. Hier spielte Marc mit seiner Partnerin Manon Kruse (Münster) in der Altersklasse 35. Die Paarung war an 4 gesetzt. Ohne Satzverlust zogen Kruse/Leimbach ins Finale ein, welches sie souverän mit 6:2 und 6:1 gegen eine französische Paarung für sich entscheiden konnten. Am Ende konnte Marc mit Platz 4 im Team, Bronze im Einzel, Silber im Doppel und GOLD im Mixed eine positive Bilanz dieser Titelkämpfe ziehen. „Ich wollte mit einer Medaille, am besten natürlich einer goldenen, nach Hause kommen. Dies habe ich geschafft. Das ich am Ende mit jeder Medaillenfarbe im Handgepäck nach Deutschland zurückgereist bin, freut mich umso mehr.“




Foto: Weltmeister in der Doppelkonkurrenz, Andrew Lux und POK Marc Leimbach