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Basketball: Silber bei EPM-Debüt

Was für eine Leistung! Unsere Basketballer haben zum ersten Mal überhaupt an einer Europäischen Polizeimeisterschaft im Basketball teilgenommen und sind direkt Vizemeister geworden.

Vom 20. – 26.06.22 ging es für eine DPSK Auswahlmannschaft zur nach Limoges in Frankreich. Aufgrund der im April erfolgreich gespielten Qualifikationsrunde, startete der Tross über Frankfurt und Bordeaux in die 130.000 Einwohnerstadt am Fluss Vienne. 

Nach einer 10 stündigen Anreise wurde am späten Abend die Sportschule „C.H.E.O.P 87“ bezogen, in welcher 8qm große 3-Bettzimmer auf uns warteten. Bei 7 Spielern mit über 2,00 Meter Körperlänge, gerieten die kleinen Betten am Fußende, darunter auch ein Stockbett, schnell an ihre Grenzen.  

Wie sich herausstelle, kämpften bis auf die in einem anderen Hotel untergebrachten Franzosen, alle Teams mit den örtlichen Gegebenheiten.
Für uns eine nicht so ganz optimale Vorbereitung, sollte es für uns gleich am nächsten Tag gegen den seit 13 Jahren ungeschlagenen Europameister Griechenland gehen.  

Im ersten Spiel der Gruppenphase begann ein enger Schlagabtausch, in welchem wir uns gegen Ende erst absetzen konnten und das Spiel schlussendlich verdient mit 11 Punkten Führung gewannen. Für uns die Bestätigung, dass wir mit einem Top Team nicht nur mithalten, sondern es auch schlagen können.

Danach gelang es dann in Abstimmung mit Delegationsleiter PvP Uwe Lange (Niedersachsen),in ein anderes Hotel zu wechseln. Die Erleichterung bei den langen Kerlen war groß.

Die beiden weiteren Spiele der Gruppenphase endeten mit zwei überaus deutlichen Siegen gegen Italien (100:38) und Belgien (94:51) und dem damit verbundenen Gruppensieg.  

Nach einem Tag Pause ging es im Halbfinale gegen den zweitplatzierten der Gruppe A, Island.  

Die Polizei-Basketballer des 370.000 Einwohner Landes erwischten dabei den besseren Start in die Partie und gingen schnell in Führung. Nach dem ersten Viertel stieg die Trefferquote, insbesondere von jenseits der Dreipunktelinie auf deutscher Seite so, dass bis zur Halbzeit eine 15 Punkte Führung erspielt werden konnte. Schlussendlich hatte Island auch in der zweiten Hälfte nicht mehr viel entgegenzusetzen, so dass am Ende ein deutlicher 104:63 Erfolg zu Buche stand.  

Mit der Gewissheit eine Medaille sicher zu haben, ging es im Finale, wie auch am ersten Spieltag, gegen den amtierenden Europäischen Polizeimeister Griechenland. Wie bereits in der Gruppenphase konnte sich keine Mannschaft in der hitzigen Partie absetzen, so dass es mit einem 56:55 Zwischenstand in die letzten 10 Minuten ging. Über den Ausgang des Spiels entschieden am Schluss Kleinigkeiten, ein Ballverlust hier, ein Fehlwurf dort.  

Dass die Partie am Ende mit 65:71 knapp verloren wurde, trübte unsere Freude über die erbrachten Leistungen nicht.  

Beim EM Debüt gleich die Silbermedaille zu gewinnen bestätigte die Vermutung, dass wir viele gute Basketballer in unseren Reihen haben.  

Vom ersten Tag im Sichtungslehrgang bis zu EPM wuchs das Team eng zusammen. "Einer für alle, alle für einen" wurde hier gelebt. Auch der Austausch mit den anderen Nationen verlief für uns eindrucksvoll, eben eine große (Polizei-)Familie.  

 

Für Deutschland spielten: 
Sebastian SCHMITT (Bundespolizei), David WEST (BUNDESPOLIZEI), Zbigniew OWCZAREK (Brandenburg), Ermen REYES NAPOLES (Thüringen), Felix HECKER (Hessen), Daniel KRAUSE (Bundespolizei), Julian BÖLKE (Hessen), Philip ZWIENER (Niedersachsen), Kevin KERN (Nordrhein-Westfalen), Henrik BERTZ (Nordrhein-Westfalen), Dennis KORTMANN (Nordrhein-Westfalen) und Davor BAROVIC (Sachsen-Anhalt) 

Betreut wurde die Mannschaft durch Delegationsleiter Uwe LANGE (Niedersachsen), den Geschäftsführer des DPSK Frank SCHEMMER (Nordrhein-Westfalen, Trainer Rolf SCHOLZ (Hessen), Physiotherapeut Daniel RINGLE (Rheinland-Pfalz) und den Fachwart Basketball im DPSK Andreas WARMKE (Rheinland-Pfalz). 

 

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