Das Deutsche Polizeisportkuratorium DPSK ist ein Gremium des Bundes und der Länder, das die gemeinsamen polizeisportlichen Interessen wahrnimmt. Die für die Polizei zuständigen Minister und Senatoren werden im Kuratorium durch Polizeisportbeauftragte vertreten.

Zweck des Gremiums ist die Förderung der körperlichen Leistungsfähigkeit, die für den Polizeivollzugsdienst von großer Bedeutung ist. In unserem föderalen System kommt dem DPSK in erster Linie eine koordinierende, informierende, beratende, Impuls gebende Funktion zu.

 

Vor dem Hintergrund dieser Verantwortung haben die Polizeisportbeauftragten Grundpositionen des DPSK zum Sport in der Polizei erarbeitet. AK II (Frühjahrstagung am 05./06. Mai 2011) und IMK (192. Tagung am 21./22. Juni 2011) haben die Grundpositionen mit Beschluss verabschiedet. Darüber hinaus wurden durch die IMK die wesentlichen Positionen des DPSK als „von erheblicher Bedeutung für die Polizeien der Länder und des Bundes" hervorgehoben.

Aus diesem aktuellen Anlass haben wir eine Sonderausgabe der Polizeisport-Depesche erstellt, damit die Grundpositionen eine breite Verteilung erfahren. Im Mittelpunkt steht der Polizeisport, vom Gesundheits- und Präventionssport über den Dienst- und Wettkampfsport bis hin zum Spitzensport. Auf einer Seite finden Sie zunächst eine Kurzbeschreibung unserer 10 Einzelpositionen. Anschließend folgen die Erläuterungen hierzu.

Sicherheit braucht Fitness, deshalb sind Themen wie Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit im Polizeivollzugsdienst von großer Bedeutung. Angeregt durch unsere Positionierung hat das Bundesland Sachsen-Anhalt sofort ein Symposium zum Sport in der Polizei an der Fachhochschule in Aschersleben durchgeführt. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse der Führungskräfte. Der Einladung folgten rund 200 Bedienstete, überwiegend aus der oberen und mittleren Führungsebene. Auch dazu berichten wir kurz in dieser Sonderausgabe.

 

Johann Peter Holzner (Bayern)
Vorsitzender DPSK 2011/2012


Auszug aus der 192. Sitzung der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder am 21./22.06.2011 in Frankfurt:
 

TOP 6: Grundpositionen des Deutschen Polizeisportkuratoriums (DPSK) zum Sport in der Polizei

Beschluss:
  1. Die IMK nimmt die „Grundpositionen des DPSK zum Sport in der Polizei“ (Stand: 07.03.11) sowie den Beschluss des AK II vom 05./06.05.11 zur Kenntnis.
  2. Sie ist weiterhin der Auffassung, dass vor allem die Positionierung zur
    • körperlichen Leistungsfähigkeit als Schlüsselqualifikation des Polizeiberufs
    • Eigenverantwortung von Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten für die körperliche Fitness
    • Bedeutung des Gesundheits- und Präventionssports vor dem Hintergrund der Altersstruktur der Personalkörper der Polizeien des Bundes und der Länder
    • Verpflichtung des Dienstherren zur Förderung des Sports in der Polizei und der Verantwortung und Vorbildfunktion von Vorgesetzten und zur
    • Bedeutung des Wettkampf- und Spitzensports
    von erheblicher Bedeutung für die Polizeien der Länder und des Bundes sind.

Zu den einzelnen Grundpositionen sind ausführliche Erläuterungen erarbeitet worden.